WORTSCHAU

Sonderausgabe 3: Am Rand der Haut

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WORTSCHAU 36

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Liebe Leserinnen und Leser,

„Warum haben wir unser Glück nicht bis zur letzten
Tiefe genossen, als es durch unsere Hände glitt?“
(Gustave Flaubert).


Es gab wieder viele Einsendungen von Autorinnen und
Autoren zum aktuellen Heft. Wir haben diejenigen ausgewählt,
die auf der Suche nach dem Glück besonders
tief ins Leben hineingreifen.

Ulrike Bail ist unsere Hauptautorin und wird deutlich
hervorgehoben. Sie bringt das Glück sprachlich versiert
auf den schwebenden Punkt. Ihre zum Teil wunderbar
erotisch gefärbten knappen Gedichte sind wie
goldgelbes
lachen,
aber auch almond and salt. Cornelia
Hülmbauers man darf plaudern basiert auf einem Briefwechsel
1946-48, der im Wesentlichen aus geweißten
und gestrichenen Zeilen besteht. SAID hingegen hat die
fensterläden eigens für sie blau streichen lassen. Sie
dürfen gerne raten, wer diese sie sein könnte. Marina
Büttners
licht fällt herein & am boden spuren von vorstellungskraft,
zwischen den biegsamen, warmen und
durchlässigen wänden
(Mandy Buchholz), hören Sie es
eine
Nachtigall lang (Kathrin Niemela).

Bei Jürgen Brôcan
laufen die ausschweifendsten
Gedanken in ein Erkerzimmer.
Danach zu irgendeiner
Primetimekomödie dahindösen. Ja, das machen wir
... schreibt Katharina J. Ferner. Andere entwerfen tiefe
Träume vom Glück wie Thomas Riechmann.
Auf Pferden
könnte man bis zum Stillen Ozean reiten, denn der Konjunktiv
ist ein glücksvernarrter Allesversprecher ohne
Verantwortung.

Insgesamt begegnen Ihnen und dem Glück in diesem
Heft 23 Autorinnen und Autoren. Wenn Sie dann noch
nicht trunken vor Glück sind, konzentrieren Sie sich
bitte auf Svea Öhlschläger.
Sie ist die Bildende Künstlerin der Ausgabe und zeigt in
eindrucksvoller Weise ihre Interpretation des Themas.
Dabei geht sie näher auf
zwischenmenschliche Beziehungen,
dem inneren emotionalen Zusammenspiel
ein.
Außerdem: Wir waren und sind begeistert von dem, was
die über 200 Einreichungen, die wir für diese Ausgabe
erhielten, alles auffächerten.
Die Auswahl fiel uns wahrlich nicht leicht, aber wir
sind so leichtsinnig zu hoffen, dass die aktuelle WORTSCHAU
ihre Leser und Leserinnen für ein paar Momente
glücklich machen kann.

Ihre

Johanna Hansen & Wolfgang Allinger

Besonders hinweisen möchten wir auf den Sonderteil
Seitenwechsel. Diesmal finden Sie die Tagebuchnotizen
vom 27. Mai 2020. David Eisermann erweitert als Neuzugang
die Runde der bisherigen Autorinnen und Autoren
(Johanna Hansen, James C. Hopkins, David Oates,
Kathrin Schadt und Gundega Repše).

KÜNSTLERIN DIESER AUSGABE:
SVEA ÖHLSCHLÄGER


* 1993 in Braunschweig, lebt und arbeitet in Münster.
Studierte Germanistik, Erziehungswissenschaften
und Kunst & visuelle Medien an der Europäischen
Universität Flensburg, Design mit Illustration als
Schwerpunkt an der Münster School of Design und
nahm an Studienprojekten an der Folkwang Universität
der Künste teil. 2019 gründete sie mit Freunden
die Ateliergemeinschaft „Die Baustelle“ in Münster.
Ihre Vorliebe für lyrische und erzählerische Texte,
Themen über zwischenmenschliche Beziehungen,
dem inneren emotionalen Zusammenspiel im Menschen
und gesellschaftliche Konstruktionen sind
häufig Ausgangspunkte für ihre Projekte. Mit Acryl,
Tusche, Buntstiften oder Kreiden entstehen Strukturen
und Bilder, die alleine oder in Verbindung mit
Typografie stehen.

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Autorinnen und Autoren der WORTSCHAU 36

Hauptautorin: Ulrike Bail
Bildende Künstlerin: Svea Öhlschläger

Cornelia Hülmbauer
SAID
Raoul Eisele
Marina Büttner
Michael Hillen
Mandy Buchholz
Kathrin Niemela
Josephine Kullat
Angelica Seithe
Jürgen Brôcan
Rumiana Ebert
Florian Kranz
Steffen M. Diebold
Patrick Wilden
Katharina J. Ferner
Syna Saïs
Silvio Colditz
Claudia Kohlus
Sylvia Schmieder
Diana Jahr
Thomas Riechmann
Patricia Falkenburg
David Eisermann
David Oates
James C. Hopkins
Kathrin Schadt
Gundega Repše
Bess Dreyer
Wolfgang Allinger
Johanna Hansen

WORTSCHAU 35

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Liebe Leserinnen und Leser,

so vielfältig wie die Attribute, die die Farben und Facetten von Paris ausdrücken, so charmant sind auch die Perspektiven, aus denen die 19 Autorinnen und Autoren der neuen WORTSCHAU diesen Sehnsuchtsort für Touristen, Liebende, Künstler und Literaten in Worte fassen.

Lesen Sie von verpassten Zügen nach Paris (René Ullrich-Gérard), einer
Femme des lettres (Monika Vasik) den Folies Bergère (Angelika Seithe) und über diverse kapriziöse private Verstrickungen in und mit dieser Stadt, die bis zu den Gespenster(n) von Kontscha- Saspa (Dmitrij Gawrisch) reichen, vom ballett unterm chagallhimmel (Bess Dreyer) bis zur Feststellung: Man kann es mit dem Kult um die Frauen der Left Bank auch übertreiben. (Jo Bernard)

Kathrin Niemela heben wir in dieser Ausgabe besonders hervor. Ihre Gedichte können Türen öffnen, von denen man nicht einmal wusste, dass es sie gibt.

Reisen und Schreiben beflügeln. Wenn ich zu lange am selben Ort bin, wird mir langweilig und ich fange im Kopf an zu rennen. Wie ein schlafender Hund, dessen Hinterläufe zucken, wenn er von Kaninchenwiesen träumt. Deshalb versuche ich, so oft wie möglich fortzukommen. (Kathrin Niemela)

Bildender Künstler des aktuellen Heftes ist Thorsten Keller, seit vielen Jahren Gestalter der WORTSCHAU.
Er hat das unverwechselbare grafische Gesicht der Zeitschrift geprägt und zeigt hier auch als Fotograf sein
beachtliches künstlerisches Format.

à bientôt
Johanna Hansen und Wolfgang Allinger



Wortschau Heft 35 : Autorinnen und Autoren dieser Ausgabe

Hauptautorin: Kathrin Niemela
Bildender Künstler: Thorsten Keller

Monika Vasik
Michèle Yves Pauty
René Ullrich-Gérard
Crauss
Marion Hinz
Angelica Seithe
Werner Weimar-Mazur
Frank Norten
Marcus Jensen
Bess Dreyer
Annette Hagemann
Peter Ettl
Jo Bernard
Dmitrij Gawrisch
A.J. Weigoni
Harald Kappel
Wolfgang Allinger
Kathrin Schadt
Gundega Repše
James C. Hopkins
David Oates
Johanna Hansen

WORTSCHAU 34

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Bildende Künstlerin Angelika Freitag


Liebe Leserinnen und Leser,

für die neue Ausgabe der WORTSCHAU haben wir unter zahlreichen Einsendungen 23 Autorinnen und Autoren für Sie ausgesucht. Besonders hervorheben möchten wir Sascha Kokot, Hauptautor des aktuellen Heftes, dessen beeindruckend sprachlich konzentrierte Gedichte sich als archaische Aufzeichnungen von Tieren und Träumen lesen lassen. Speziell für diese WORTSCHAU hat die Bildende Künstlerin Angelika Freitag Tuschzeichnungen gemacht, die geradezu kongenial dazu passen. In ihren Bildern geht es nicht um naturalistische Wiedergabe, sondern um die Darstellung tiefer liegender Bewusstseinsschichten. Dadurch eröffnen sich ungewöhnliche Perspektiven auf das Verhältnis von Mensch und Tier.
Aber auch die Texte der anderen Autorinnen und Autoren haben es in sich.
Von Astrid Nischkauers witziger Recherche über das Ainkhürn können Sie sich bis ins Labyrinth von (Esther Andradi) vor tasten und fortfahren bei Gedichten, wo Auf einmal Elefanten (Patrick Wilden) auf die Schar beiger Mäuse (Mikel Bauer) und die Gespenster des Versäumten (Achim Raven) treffen, ohne Nüsse, ohne Igel, ohne jegliche Kater der Eiche (Judith Sombray). Sie können auch gerne die Gangart wechseln...Ach wenn wir schlenderten, verharrten & weiter schlenderten (Andreas Hutt) gegen den unbekannten Aggressor (Wolf Senff)) macht sich die erkenntnis breit: an einem montag ist nie sonntag (Tom de Toys). Darüber hinaus gibt noch sehr lesenswerte Texte von Autorinnen und Autoren, die wir hier nicht alle aufzählen können, auf deren Fährten Sie sich jedoch unbedingt begeben sollten, wenn Sie exquisite literarische Exkursionen mögen. Wir legen sie Ihnen wärmstens ans Herz.
Erwähnen möchten wir auch noch Zwei Gewinner des Postpoetry Lyrikpreises von NRW 2019 : Johanna Hansen und Harald Kappel.
Mit SEITENWECHSEL starten wir ein neues Projekt. Der Sonderteil wird Sie in den nächsten Ausgaben begleiten wie in früheren Ausgaben der deutsch-amerikanische Briefwechsel.
Am Montag, den 1. Juli 2019, machten sich fünf Autorinnen und Autoren Notizen darüber, wo sie sich an diesem Tag aufgehalten haben, woran sie arbeiteten, was sie erlebten, aßen, wie sie sich durch den Tag bewegten und was sie bewegte. Auf diese Art entstand simultan ein vielschichtiger Blick auf eine jeweils individuell erfahrene Welt. KATHRIN SCHADT, GUNDEGA REPŠE, JOHANNA HANSEN, JAMES C. HOPKINS und DAVID OATES haben inzwischen die erste Folge eines gemeinsamen Tagebuchs geschrieben.

Falls wir Sie neugierig darauf gemacht haben, schauen Sie ihnen und den anderen Autorinnen und Autoren dieses Heftes doch einfach über die Schulter. Wir würden uns freuen.

Ihre
Johanna Hansen und Wolfgang Allinger



Autorinnen und Autoren dieser Ausgabe

Sascha Kokot
Astrid Nischkauer
Harald Kappel
Esther Andradi
Michael Bauer
Achim Raven
Judith Sombray
Andreas Hutt
Sabine Göttel
Johanna Hansen
Wolf Senff
Jan-Erik Grebe
Bess Dreyer
Tom de Toys
Jörg Kleemann
Manfred Ach
PatrickWildern
Stan Lafleur
Michael Hillen
Bernd Lüttgerding
Mechthild Hagemann
Jens Stittgen
Wolfgang Allinger
Kathrin Schadt
Gundega Repše
James C Hopkins
David Oates



WORTSCHAU 33

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Liebe Leserinnen und Leser,

Vorhang auf! Der Titel für dieses Heft kam uns gleich in den Sinn, als wir die Fotos von Robinson Tilly sahen, Bildender Künstler dieser Ausgabe. Seine Vorhangbilder schieben Erwartungen beiseite, zitieren Kulissen, ziehen Fenster an und wieder aus. Fantasien wachsen sich aus zu Bühnenlandschaften. Setzen sich in den Texten der Autorinnen und Autoren dieser Ausgabe fort. Glatt bleibt nur das Papier, auf dem sie auftreten.

Wir liegen mit dem Ohr auf dem Boden und möchten Sie auf die Stimme von Julietta Fix aufmerksam machen. Sie heben wir in Heft 33 besonders hervor. Julietta Fix ist nicht nur Autorin, sondern auch Herausgeberin der Literaturplattform www.fixpoetry.com
Seit Jahren setzt sie sich dort u. a. für Lyrik ein. Dafür danken wir ihr an dieser Stelle.

Wir treffen (mit Kathrin Niemela) die siamkatze auf der stachelmauer und reißen dir die Erinnerung vom Leib (Marina Büttner). Die Malerin (Rumiana Ebert) mit der klatsche in der hand (Christa Issinger) hört ein Präludium und elf Luftzüge (Dieter Krüll). Sie geht wohin sie will (Kathrin Schadt) und, seit Ewigkeiten wieder (David Emling), ist die Bühne (René Oberholzer) ein Vorhang von Haar (Dirk Alt), wo ich knickse hinterm Bettvorhang atemlautlos (Manon Hopf).

Mehr wollen wir Ihnen nicht vorweg verraten. Wenn Sie mögen, enthüllen Sie lesend selbst die Texte der 21 Autorinnen und Autoren dieser Ausgabe. Wir verbeugen uns vor Ihnen und hoffen auf Ihren Applaus.

Johanna Hansen & Wolfgang Allinger

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Bildender Künstler: Robinson Tilly

WORTSCHAU Sonderheft 2

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WORTSCHAU 32

Nr.32: Menschen: Zuflucht / Orte
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Liebe Leserinnen und Leser,

dass die Sprache zur Sache kommt, ist nicht nur für den Hauptautor des aktuellen Heftes, Achim Raven, das Wichtigste beim Schreiben. Folgen Sie den 22 Auto- rinnen und Autoren dieser Ausgabe, werden Sie diese Haltung an ungewohnten Orten wiederfinden. Auch bei den skurrilen Bildern von Thomas Brandt, der übrigens als Zeichner und Autor vertreten ist. Für dieses Heft fragten wir nach Zuflucht/Orte(n) und landeten unter an- derem Hoch oben auf dem Quivive (Achim Raven). Das ist ein so spezieller Ort, dass wir Ihnen nur raten kön- nen: ziehen Sie sich einmal dorthin zurück, wenn Ihnen danach zumute ist, aber gehen Sie nicht auf Rückzug bei der Lektüre der WORTSCHAU.
Bleiben Sie zum Beispiel im Letterland (Martina Büttner) unauffindbar (Thomas Brandt), rutschen Sie mit uns in die ZEIT RÄUME von Frauke Tomczak, und tanzen Sie das letzte Ballett (Harald Kappel) der zehn Briefwechsel von David Oates und Johanna Hansen. Sie werden dann der Sicherheit der Buchentiere (Patrick Wilden) begeg- nen, unterbrochene(n) Abschiede(n) (Bess Dreyer), die ungesagt (Elke Bludau) aus der Flaschenpost (Peter Pollmann) EIN KAMMERSPIEL (Christina Müller-Gutow- ski) vortragen, und dem Knistertier ... in der kammer der weltwerft (Philipp Blömeke). Wechseln Sie zwischen- durch ruhig mal die Perspektive und lesen Sie wie auf Wolken. Denn die Wolken verrückten ein Stück den Himmel (Gisela Cölle).
Dies und viel mehr wünschen wir Ihnen.
Ihre Johanna Hansen und Wolfgang Allinger

Autorinnen und Autoren dieser Ausgabe:

Achim Raven
Eric Ahrens
Ulrich Kersten
Gisela Cölle
Philipp Blömeke
Sigune Schnabel
Christina Müller-Gutowski
Jörg Reinhardt
Bess Dreyer
Peter Pollmann
Elke Bludau
David Oates
Johanna Hansen und David Oates
Patrick Wilden
Charly Steiger
Frauke Tomzcak
Harald Kappel
Manfred Ach
Daniel Mylow
Michael Hillen
Christine Reiner
Wolfgang Allinger



Künstler dieser Ausgabe: Thomas Brandt 42325063_1866520523438356_5480590088893104128_o

WORTSCHAU 31

Nr.31: Menschen: Bilder
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Liebe Leserinnen und Leser,
in dieser Ausgabe heben wir die Dichterin Annette Hagemann und die Fotografin Li Erben besonders hervor. Annette Hagemanns vielschichtig-narrativen Gedichte fielen uns auf der Literaturplattform Fixpoetry auf. Li Erben lernten wir während des Zwickauer Literaturfrühlings im letzten Jahr kennen. Wir baten Li Erben, das Heft Menschen: Bilder mit ihren ungewöhnlich ausdrucksstarken Porträts zu bereichern. Die spontane Zusage der beiden Hauptakteurinnen dieses Heftes lässt uns nun
mit einem äußerst unhandlichen und sieben Meter langen (dementsprechend wichtigen) Paket (Annette Hagemann) bei Ihnen ankommen. Dieses Heft ist in der Tat schwergewichtig. Dazu tragen auch die Texte der anderen in dieser Ausgabe vertretenen 23 Autorinnen und Autoren wesentlich bei. Deren inhaltliche und bildliche Bandbreite hat uns so begeistert, dass wir den bisherigen Umfang der Wortschau deutlich überschritten haben. Wir schlagen Ihnen vor, nutzen Sie die Thermik über den Dächern und steigen in weiten Kreisen (Judith Wolf) in die Lektüre subtiler Porträts ein. Sie suchten unsere Stimmen und versteckten sie in Luftballons (Karl Johann Müller), im Schatten ist niemand hinters Licht zu führen (Michael Hillen). Nur dann, wenn du wirklich früh aufbrichst, mein prachtvoller Falke... entdeckst du Bücher, ach Bücher, allüberall Bücher: die Wände hinauf und die Wände hinab; kreuz, quer, kaum zu glauben: solch ein Drunter und Drüber; verwirrend, ein Elend; doch fürsorglich schirmend und schützend (Peter Pollmann).

Ganz in diesem Sinne
Johanna Hansen und Wolfgang Allinger

Autorinnen und Autoren dieser Ausgabe:

Annette Hagemann
Judith Wolf
Marlies Blauth
Karl Johann Müller
Kathrin Niemela
Oliver Bruskolini
Philipp Blömeke
Kathrin Schadt
Johanna Hansen
Karl Johann Müller
Christa Issinger
Andreas Hutt
Sabine Roidl
Bess Dreyer

Künstlerin dieser Ausgabe: Li Erben

* 1939 in Blauda, 1952 Kindermodell von Walde Huth in Esslingen, dort Lehre als Fotografin, Schule für Journalismus München, danach Filmstandfotografin und Bildjournalistin, Ehe und Zusammenarbeit mit dem US-Filmregisseur Victor Vicas, Paris. Standfotos für viele in- und ausländische Spielfilme, Regie-Assistentin, Produktionskoordinatorin, Bild-Reportagen in internationalen Zeitschriften, Ausstellungen u.a. in Paris, Filmmuseum Frankfurt am Main, Museum Schleswig- Holstein, Zwickau, Leipzig, Bad Dürkheim.
Foto Titelseite: Li Erben, 1962
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WORTSCHAU 30

Nr.30: Nacht

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Liebe Leserinnen und Leser,

den Gedanken an 1001 Nacht hatten wir natürlich auch im Hinterkopf, als wir das Thema „Nacht“ ausschrieben. Dann malten wir uns die Nacht als einen Ort aus, wo sich Fuchs und Hase, Katzengrau und andere Sprichwörter Gute Nacht sagen. Schließlich ging es uns um den Mond, der als dichterisches Motiv immer wieder eine Herzensangelegenheit ist. Wir wollten mehr wissen über schwarze Löcher, dunkle Materie und andere Finsternisse. Erhofften uns Sternstunden. Einmal träumten wir sogar von Erleuchtung.

Die Autorinnen und Autoren des aktuellen Heftes schickten uns, was ihnen zwischen Abenddämmerung und Morgengrauen eingefallen ist. Texte voll betörender Dunkelheit, in der “... die nacht verschwindet wie jemand, der sich davonmacht, ein geheimnis unter dem mantel.“ (Ulrike Lynn) oder „Nachtstoff schon am Morgen reißt.“ (Sigune Schnabel) Das Repertoire reicht von der Kostprobe einer nächtlichen Wanderung durch Venedig auf den Spuren des Dichters Joseph Brodsky (Jürgen Klein) bis nach Paris. Dort lässt Axel Görlach
„...eine angezählte nacht (...) klebrige minuten über die klinge springen & männer in taxis“.
Es gibt ein Nocturne mit einem „Sternbild aus Nägeln“ (Harald Kappel),
5 Notizen zur Nacht (Manfred Ach) und eine Beteuerung „Ich liebe nur die sternklare Nacht“ (Judith Wolf).
Und es gibt die Gedichte von Andreas Hutt, den wir in diesem Heft unter den insgesamt 24 Autorinnen und Autoren besonders hervorheben. Sein feinnerviger Ton öffnet der Stille der Nacht einen Raum, der selbst im Winter „dunkles Sommerblau“ enthält.

Bildende Künstlerin dieser Ausgabe ist Elisabeth Mühlen.
Ihre Zeichnungen bereichern auf subtile Weise die Texte um Licht in der Dunkelheit.

Autorinnen und Autoren dieser Ausgabe:

Jürgen Klein
Andreas Hutt
Kathrin Niemela
Axel Görlach
Ulrike Lynn
Sebastian Hage-Packhäuser
Simon Probst
Sigune Schnabel
Mikel Bower
Johanna Hansen und David Oates
Christina Fuchs
Peter Pollmann
Gisela Cölle
Arno Dahmer
Judith Wolf
Harald Kappel
Amrit Mehta
Ilse Kilic
Jens Berlau
Christine Rainer
Michael Hillen
Wolfgang Allinger
Rumiana Ebert
Manfred Ach


Künstlerin dieser Ausgabe: Elisabeth Mühlen

Zeichnerin, Malerin, *1959, 1977–1986 Studium an der Kunstakademie Düsseldorf, Meisterschülerin bei Erwin Heerich, freiberuflich seit 1989, Ausstellungen seit 1980, lebt und arbeitet in Düsseldorf "… im Werkstück entsteht so etwas wie ein Abdruck von dem, was mir hier sichtbar ist, was zudem gezeigt und erzählt wird und dann, manchmal so, manchmal so, was ich mir vorstelle. Sowohl im Machen als auch im Zeigen liegt ein Übergang, der auf vielen Ebenen stattfindet und mich interessiert.“
www.elisabeth-muehlen.de

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WORTSCHAU 29

Nr.29: Am Wasser

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Liebe Leserinnen und Leser,

es heißt, dass wir alle mindestens einmal täglich ans Meer denken. Wir fanden diesen Hinweis so anregend, dass wir eine Ausgabe
am Wasser machen wollten. Jetzt liegt sie vor Ihnen.
Es gab so viele Einreichungen wie nie zuvor. Darüber haben wir uns sehr gefreut und aus der Fülle interessanter Texte diese Auswahl zusammengestellt. In der aktuellen WORTSCHAU können Sie nun mit 30 Autorinnen und Autoren
am Wasser Luft holen.
Wasser bewegt alle Sinne, weil es selbst beweglich ist. Plätschernd, ungestüm, beruhigend, betörend, in flüssiger und fester Form. Wasser ist Symbol für Zeitlosigkeit, stete Erneuerung und Wandlung. Lebenselixier. Die Autorinnen und Autoren der WORTSCHAU sind diesem Lebensspender auf vielfältige Art und Weise begegnet.
Ich sitze auf dem Tassenrand, wärme mir die Füße im Tee, schreibt Doris Konradi über das Schwimmen in einer Teetasse. Bei Georg Ruby intonieren Möwen unverhofft einen Meeressoundtrack, während Ulrike Warmuth die stunden wie kieselsteine ins wasser wirft. Die Fähre legt an und wieder ab. Die schwindende Zeit liegt wie eine Hypothek auf ihren Gesichtern (Daniel Mylow), während der Horizont den Gurt enger zieht (Rumiana Ebert) und im Dunkeln Sattelschlepper vorbeitosen wie Stürme (David Oates).
Verfluchter Winter, der die Flüsse betäubt, selbst Daugava und Venta. Die Schneemänner tragen silberne Borten im Knopfloch. Mit Dagnija Dreika aus Riga, der Hauptautorin dieser Ausgabe, wechseln wir die Perspektive, mit ihr – und mit Doris Wirth, James Hopkins, Tobias Roth und Johanna Hansen – wird Lettland zu einem Themenschwerpunkt in diesem Heft. Anlass war eine Residenz der genannten Autorinnen und Autoren im Schriftstellerhaus in Ventspils.
Die Photoarbeiten Elena Hills, die ebenfalls aus Riga / Lettland stammt, ergänzen die neue Ausgabe der WORTSCHAU mit Ansichten des winterlichen baltischen Meeres und spiegeln darüber hinaus die atmosphärische Dichte der Texte wider.

Doch. Sieh mein reales Herz Ist eine Schwimmblase aus Seide
Axel Görlach

Johanna Hansen, Thorsten Keller, Wolfgang Allinger

Autorinnen und Autoren dieser Ausgabe:

Dagnija Dreika
Georg Ruby
Kathrin Niemela
María Castro
Sebastian Hage-Packhäuser
Ulrike Warmuth
Axel Görlach
Matthias Dietrich
Daniel Mylow
Doris Konradi
Frank Norten
Rupprecht Mayer
Rumiana Ebert
Doris Wirth
Johanna Hansen und David Oates
Andreas Hutt
Esther Andradi
Wolfgang Allinger
Dieter Krüll
Michael Hillen
Bess Dreyer
Tobias Roth
Thorsten Trelenberg
Christine Rainer
James C. Hopkins
Michael Wehrmann
Kathrin B. Külow
Armin Baumgartner

Künstlerin dieser Ausgabe: Elena Hill

geboren 1974 in Riga, Lettland, lebt seit 2002 Düsseldorf, Deutschland. 1992-94 Ausbildung zur Fotografin in Riga, Lettland, 1994-2002 Pressefotografin beim Presse Verlag »Petit« für Zeitschriften und Magazine. Schwerpunkte: Menschen, Reisen, Musik, Kultur, soziale Themen. Fotografin bei der Staatlichen Oper und dem Ballett Theater, Riga, seit 2002 freiberufliche Fotografin in Deutschland.
Fotografische Projekte und Referenzen: RUHR.2010 »Still-Leben Ruhrschnellweg A40« - Tanztheater Wuppertal, Pina Bausch www. pina-bausch.de - Für die »ART-Reisen« des Mode-Historikers Alexander Vassiliev, Fotografie, Bücher und Videos. Außerdem Videos für das Russische Fernsehen »1 Kanal« über die Reisen nach Paris, Istanbul, Barcelona, Madrid und ins Baltikum. Ausstellungen: 2001 Petit / Riga - 2002 Moscow House / Riga - 2007 R. Fuchs Syrius Gallery / Düsseldorf - 2013 Johanna Hansen Art Atelier, Düsseldorf - 2014 Kunstpunkte Düsseldorf (Film Präsentation). Einzelausstellung: 2013 »Un posto per solitudine« - Fotoausstellung im Museum Mentzendorffhaus, Riga, Lettland.

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WORTSCHAU 28

Nr.28: Verborgene Paradies

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Liebe Leserinnen und Leser,

selbstverständlich werden Sie in den verborgenen Paradiesen dieses Heftes auch auf Apfelbäume stoßen (Tobias Roth), auf „Lockrufe der Bahnlinie“ (Ulrich Kersten), die an anderer Stelle bis nach Argentinien führen, wo ein Paradies- baum steht, der aussieht „wie eine würdevolle alte Dame“ (Esther Andradi). Sie werden aber auch unverhofften Glücksmomenten begegnen können, einem Paradies, das „nur einen federwurf entfernt“ liegt (Michaela Hinterleitner) oder nach „liliput“ (Kathrin Schadt) entführt oder in „Zwitschergeräuschen“ hörbar werden lässt, „ wie hinter dem Schlaf unzählige Wörter promenieren“ (Regina Ray). Sie können Haikus von Schülerinnen und Schülern 9-ter Klassen der Marie-Curie-Realschule in Mannheim entdecken. Sie haben - zusammen mit Wolfgang Allinger - zerbrechliche Paradiese aus Glas entworfen. Und wenn Sie bei der Lektüre hier und da französisch unterwegs sein sollten, treffen Sie ganz sicher unter den 19 Autorinnen und Autoren dieser paradiesischen Ausgabe „am fiebersaum der herzbucht“ Aline Wollmer. Sie wird von uns in diesem Heft besonders hervorgehoben. Als Studentin der Komparatistik und Romanistik in Mainz jongliert sie virtuos gleich mit zwei Sprachen. „und jede Silbe klingt babelliciste“.
Die „Fragmente Botanischer Garten“ von Lieselotte Freusberg, die sich seit Jahrzehnten mit der Natur als Bildraum auseinandersetzt, bereichern die aktuelle WORTSCHAU in Form luftiger Zeichnungen aus ungewöhnlicher Perspektive.

Autorinnen und Autoren dieser Ausgabe:

Aline Wollmer
Dana Fabini
Doris Wirth
Markus Lemke
Ulrich Kersten
Frank Norten
Wolfgang Allinger
Kathrin Schadt
Regina Ray
Martin Piekar
Johanna Hansen und David Oates
Tobias Roth
Klaus Fischer
Kathrin B. Külow
Esther Andradi
Christian Ingenlath
Glas-Haikus von Schülerinnen und Schülern 9-ter Klassen der Marie-Curie-Realschule in Mannheim
Thomas Brandt
Michaela Hinterleitner

Künstlerin dieser Ausgabe: Liselotte Freusberg

1933 geboren in Köln, 1955 1956 Studium der Geschichte und Kunstgeschichte an der Universität Köln, 1956 - 1960 Studium an der Kunstakademie Düsseldorf: Malerei und Zeichnung, 1958 Teilnahme an der Sommerakademie in Salzburg bei Oskar Kokoschka, zahlreiche Ausstellungen. www.freusberg.de

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WORTSCHAU 27

Nr.27: Diese Landschaft aus Träumen Turbulenzen

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Liebe Leserinnen und Leser,

es sind innere Landschaften, von denen in diesem heft die rede ist. Sie sind ausgestattet mit ausgeträumten Träumen, dem „Traum vom Dichten“ z.B. (horst Pulkowski) und vom Fliegen (Bastian Kienitz), sie zeigen Erschöpfung und Entfremdung, Ernüchterung und rhythmus/Störung – „immer wieder sprühst du graffiti an die herzwand“ (christa Issinger), sie zeigen zerbrochene Träume und nur selten hoffnungsschimmer. Konfrontieren uns stattdessen schonungslos mit Desillusionierung. Vielleicht mit dem Ziel, sich darin „wiederzufinden“ und uns aufwachen zu lassen? Die 20 autorinnen und autoren dieser ausgabe sind Grenzgänger jenseits von Wunschträumen. Besonders Frank Norten. Ihn heben wir in dieser ausgabe heraus: „es wird eine grosse kälte geben... und die nächte sehen viele grosse schwarze pistolen“. Wir haben zu diesen Texten Fotos des bildenden Künstlers horatio Law ausgesucht, die Landschaftsräume als Spiegel psychischer Zustände ausloten.

Autorinnen und Autoren dieser Ausgabe:

Frank Norten
Aline Wollmer
Christa Issinger
Ulrich Kersten
Emil Fadel
Maria Castro
Johanna Hansen
Bess Dreyer
Ina-Maria von Ettingshausen
Frauke Tomczak
Michael (Mikel) Bauer
Johanna Hansen und David Oates
Achim Raven
Wolfgang Allinger
Dana Fabini
Ingrid Samel
Horst Pulkowski
Ralf Hilbert
Dr. Bastian Kienitz
Dieter Krüll

Künstler dieser Ausgabe: Horatio Hung-Yan Law

Ein interdisziplinärer Künstler, der Gegenstände des täglichen Lebens benutzt, um Fragen der Identität, der Erinnerung und des Vor- und Nachteils interkultureller Auseinandersetzung in unserer sich entwickelnden globalen Gemeinschaft auf den Grund zu gehen. Law wurde als Sohn chinesischer Eltern in Hongkong geboren und siedelte im Alter von sechzehn Jahren in die Vereinigten Staaten über. In seiner Arbeit packt er oft gewichtige Themen an und schafft mit vergänglichen und unerwarteten Materialien still widerstreitende, meditative und atmosphärische Werke. Im Jahr 2015 war er artist-in-residence im Caldera Arts Center in Sisters, Oregon, und 2014 in der Cité Internationale Des Arts in Paris; außerdem arbeitete er als Gastkünstler an der Austin Peay State University in Clarksville, Tennessee, und als Gastprofessor an der Pont Aven School of Contemporary Art in der Bretagne.

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WORTSCHAU 26

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WORTSCHAU 25

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WORTSCHAU 24

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